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Andacht: Die Last der anderen
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Die Last der anderen
Es gibt so Sprüche der Bibel, die prägen sich ein.
„Einer trage des anderen
Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen“ – „Einer trage des anderen Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen“ Diese Worte leuchten ein, sind Lebensweisheit. Es ist immer besser, an der Last der anderen mitzutragen, als ihnen die Last noch schwerer zu machen. Einer trage des andern Last“ – ja, diese Worte sind in vieler Mund. Diese Worte haben dennoch nicht verhindert, dass der Sachverhalt, den dieser Satz meint, heute umgekehrt wird.
Im Berufsleben oder in der Schule sprechen wir von Mobbing. Früher sprach man von Intrigen: dem anderen so lange eine winzige Last auf seine Schultern legen, bis er schließlich einknickt. Natürlich wird das jeder verurteilen – es geschieht aber trotzdem. Paulus sagt das, weil er weiß, da wurde einer bei einem „Fehltritt ertappt. Ein gefundenes Fressen für alle, die es schon immer gewusst haben. Unentwegt wird auch in unserer Zeit mit Fingern auf andere gezeigt.
Paulus will es anders: „Nicht noch oben drauf packen, sondern helfen, das es leichter wird“ Und er buchstabiert eine andere Grammatik, die Grammatik, die Jesus anwendet: Ich trage Du trägst Er trägt. Er, Jesus, trägt uns beide mitsamt der Last unseres Lebens.
Ihr Pfarrer Christoph Victor |
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