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Eduard Mörike
„Herr, dir in die Hände, sei Anfang und Ende, sei alles gelegt.“ Mit diesen Worten hat mein Kollege und Mitbruder in unserer Stadt jede Dienstbesprechung geschlossen. Meist haben wir zuvor eifrig geplant und überlegt, was in den nächsten Wochen zu tun ist. Doch mein Kollege hat mit diesem schlichten Gebet klar gemacht: an uns allein liegt nicht alles. „Herr, Dir in die Hände sei alles gelegt.“
Diese Dienstberatungen sind inzwischen lange her und mein lieber Kollege ist im Ruhestand. Aber sein Gebet hat sich tief in mein Herz eingepflanzt. Es sind Worte, die ihn geprägt haben und die nun auch bei mir stark verwurzelt sind.
Das Gebet stammt vom Pfarrer und Dichter Eduard Mörike. Heute, vor 135 Jahren ist er gestorben. Er lebte, wie mein Kollege, im großen Gottvertrauen. Er wusste, wir haben letztendlich nicht alles in unserer Hand. Und das macht gelassen. Darum kann Mörike so beten:
In IHM sei’s begonnen, der Monde und Sonnen an blauen Gezelten des Himmels bewegt! Du, Vater, du rate! lenke du und wende! Herr, dir in die Hände sei Anfang und Ende, sei alles gelegt!
Ihr Pfarrer Christoph Victor |
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