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Fronleichnam
Ich spiele sehr gern im Posaunenchor. Es ist schön, im Gottesdienst zu spielen und mit unseren Chorälen die großen Feiertage noch feierlicher zu machen. Zumindest versuchen wir das. Bei uns in Hildburghausen spielen wir nicht nur in evangelischen Kirchen oder auf Plätzen. Nein, auch in der katholischen Gemeinde werden wir erwartet.
So wie heute, zu Fronleichnam. Der Termin ist fest und daran gibt’s nichts zu rütteln. „Aber warum, was wird da eigentlich gefeiert?“, fragt mich einer der jüngeren Bläser. Ich muss noch kurz überlegen, aber da geht der Gottesdienst schon los und ich sage nur: „Schauen wir doch einfach zu“. Und dann merken wir bald: Es geht um das Abendmahl. Es geht darum, was Brot und Wein zu bedeuten haben. Genauer, wie das Brot zum Leib Christi verwandelt wird. Das sehen katholische Christen anders als wir evangelischen. Das Abendmahl ist eine (Streit)Frage in der Ökumene.
Meinem Mitbläser ist das egal. Nach unserem Choral „Großer Gott, wir loben dich“ sagt er leise: „Das Lied singen wir doch auch bei uns in der Gemeinde.“ Und meint gleich frohgemut: „Darauf kommst es doch an, oder? Wir loben gemeinsam diesen großen Gott“. Recht hat er.
Ihr Pfarrer Christoph Victor |
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