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Gandhis Salzmarsch
Ich verehre Mahatma Gandhi schon lange. Es ist toll, wie ein Mann so konsequent und friedlich für Menschenrechte eintreten kann – und mutig! So wie heute, genau vor 80 Jahren, am 11. März 1930. Da legt sich Gandhi mit den englischen Kolonialherren in Indien an. Er macht sich auf den so genannten Salzmarsch und protestiert so gegen die Salzsteuer. Die Engländer erheben damals nämlich auf indisches Salz eine besondere Steuer. Doch warum?
Die Kolonialherren bringen per Schiff indische Gewürze, Tee und anderes nach Großbritannien. Und damit die Schiffe nicht leer zurückfahren, werden sie mit englischem Salz beladen. Das soll wiederum in Indien verkauft wird. Dazu verteuern die Engländer kurzerhand indisches Salz durch eine Steuer. Und die ist erheblich: Ein Arbeiter etwa muss drei Tage arbeiten, um die Salzsteuer aufbringen zu können. Darum beginnt Gandhi heute vor 80 Jahren seinen Salzmarsch.
Er läuft, begleitet von Freunden und der Presse, zum arabischen Meer. Nach 24 Tagen und 385 Kilometern kommt er an. Eine Menge Menschen erwarten ihn schon am Strand. Und was tut er? Gandhi nimmt erst einmal ein Bad im Meer, dann zeigt er auf das Salz, das sich am Strand abgesetzt hat und erklärt: „Hier gibt es kostenlos Salz. wir müssen es uns nur holen.“ Und tatsächlich: Die spektakuläre Aktion wird – auch dank der Medien - ein Erfolg. Viele Inder handeln illegal mit dem Meersalz am Strand und das englische Salz wird boykottiert.
Einfach und zugleich genial! Sich gegen Unrecht wehren, mit Köpfchen und ohne Gewalt - das können wir von Mahatma Gandhi lernen.
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