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 Andacht Jahreslosung 2010
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Jesus Christus spricht: Euer Herz erschrecke nicht.

Glaubt an Gott und glaubt an mich. (Johannes 14, 1)

 

Liebe Leserinnen und liebe Leser,

 

in der Jahreslosung für das Jahr 2010 redet Jesus vom Herz, dem so lebenswichtigen Organ des Blutkreislaufs.

 

Ein Herz  bedeutet aber weit mehr, als die so kurz benannte biologische Funktion: Es ist Träger des Lebens, Kern unserer Persönlichkeit. Es ist der Ort, wo wir Traurigkeit, Freude, Angst und Mut empfinden. Es ist der Ort, an dem Weisheit und Dummheit wohnen. Das Herz trägt unsere Wünsche und Hoffnungen.

 

Wenn wir mit dem Herzen etwas tun, sind wir ganz dabei. Es kann aber auch verhärtet, verstockt und verfinstert sein.

 

Wo kommt der Satz unserer Jahreslosung her? Jesus hat seinen Jüngern angekündigt, dass er bald nicht mehr da sein werde. Sie erschraken darüber: „Unser Herr verlässt uns. Wir werden allein sein. Wie geht es weiter …?“        

 

Ein Erschrecken angesichts empfundener Sinnlosigkeit, Einsamkeit und im wahrsten Sinne des Wortes: Gottlosigkeit.

 

Aber Jesus sagt: Euer Herz erschrecke nicht. Vertraut meinem himmlischen Vater, der euch liebt. Vertraut mir, der ich euch die Liebe des Vaters gezeigt habe und bei euch sein werde. Nicht so, wie ihr mich jetzt seht, sondern anders. Ihr werdet die Kraft bekommen, in meinem Namen zu reden, denn der Heilige Geist ist bei euch!

 

Haben wir das nicht auch schon oft gespürt, dass Gott uns die Kraft gegeben hat, die wir für den Moment brauchten? Nicht nur die politischen Veränderungen vor 20 Jahren geben uns Anlass, dankbar darüber nachzudenken. Wie oft habe ich selber gespürt, da ist ein Gott, der mich durchs Leben trägt. „In wie viel Not, hat nicht der gnädige Gott über dir Flügel gebreitet…“ -  wenn wir das Lied „Lobet den Herren“ singen, dann stimmen wir auch in diese Zeile mit ein. Dieses Lied ist Ausdruck für die Erfahrung, dass Gott tatsächlich da ist, wenn wir ihn brauchen. Diese Erfahrung drückt die Losung für dieses Jahr auch aus: egal, was kommt, erschreckt nicht, sondern glaubt, d.h. vertraut auf den mitgehenden Gott. Ich wünsche uns allen, dass wir lernen, darauf zu vertrauen. Wir brauchen keine Angst haben, wir müssen uns nicht fürchten und schon gar nicht erschrecken. Der Glaube an Gott und an die Liebe seines Sohnes Jesus Christus wird uns Kraft geben, jeden Tag des neuen Jahres anzugehen.

Jesus Christus spricht: Euer Herz erschrecke nicht. Glaubt an Gott und glaubt an mich.

                                            Christoph Victor, Oberpfarrer

 
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Stand: 21. Juni 2010,