Andacht Jahreslosung 2011 

 


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Gott hat zu mir gesagt:

„Lass dir an meiner Gnade genügen,

denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig.“

(Jahreslosung 2012, 2. Korinther-Brief, Kap. 12)

 

Ein Wort Gottes steht über diesem Jahr, das er dem Apostel Paulus gesagt hat. Als Prediger des Evangeliums von Jesus Christus hat Paulus Gutes und Böses erlebt: Er wurde verfolgt und wegen des Evangeliums mit Gefängnis und Folter bestraft, wurde beleidigt und gedemütigt, er hat Entbehrungen auf abenteuerlichen Reisen durchgemacht, unter Erfolglosigkeit gelitten und war von Krankheit geplagt. Der Apostel hält Gott das alles vor. Und Gott antwortet, dass seine Kraft gerade Schwache erfüllt; seine Gnade ist das Entscheidende, seine Gnade, die in Jesus Mensch geworden ist und die Paulus tagaus tagein predigt.

 

Ein Wort für den Apostel Paulus – und doch ein Wort, das die Erfahrung von vielen Menschen ausdrückt: Gottes Kraft ist in Schwachen mächtig. Ich kenne solche, die das bestätigen können. Gottes Kraft in schwachen Menschen, so dass die stark werden – wie geht das, wie kommt das? Da sind einmal die ganz persönlichen, täglichen Gnadenerweisungen Gottes für den Menschen: Hilfe, Mut, Segen... Gott sei Dank, gibt es die. Die machen stark – mindestens für den einen nächsten Schritt.

 

Und es gibt Gottes uns allen geltende Gnade. Seine Gnade heißt: Vergebung und neu anfangen können. Seine Gnade heißt, dass Gott an unserm Leben Anteil nimmt und bei uns ist – wie er denn zu Weihnachten zur Welt kam. Seine Gnade heißt, dass er uns das Leben in seiner neuen Welt versprochen hat. Das ist seine Gnade.

 

Gottes Kraft in schwachen Menschen – ein Wort fürs Leben. Niemand hat sich das ausgedacht. Gott sagt das. Er sagt’s, darum ist es wahr, und es gibt das Wunder seiner Kraft in uns Schwachen. Gott sagt’s, darum ist es am besten, wir lassen uns „einfach“ darauf ein, dass seine Gnade genügt. Ich weiß, dass es oft nicht „einfach“ ist, sich auf Gottes Zusagen einzulassen. Aber ich traue Gott zu, dass er es uns zum Segen werden lässt, so oft wir es probieren. Ich glaube, wir werden wirklich die Erfahrung machen: Gottes Gnade genügt und trägt. Gottes Gnade – die Kraft und der Atem unseres Lebens: ein Wort, das mit Recht ein Jahr lang unser Denken und Sinnen, Suchen und Danken bestimmt.  

                                                                                Michael Kühne

 
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Stand: 20. Januar 2012,