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Könige
Am frühen Nachmittag standen fünf Jungen und Mädchen aus der katholischen Gemeinde in unserem Wohnzimmer, um uns ein Ständchen zu bringen und Spenden zu sammeln. Bevor sie gingen klebten sie noch den Segenswunsch für 2010 an unsere Haustür. Ein schöner Brauch. 6. Januar, der Tag der Heiligen Drei Könige.
6. Januar: das ist doch Epiphanias – so bringe ich es doch immer den Konfirmanden bei. „Epiphanias“ ist griechisch und heißt „Erscheinung“ – „Ah, also doch Dreikönig – ist da nicht den drei Magiern der Stern erschienen und hat sie zur Krippe mit dem Jesuskind geführt?“ – „wenn wir Epiphanias feiern, dann nicht die Erscheinung des Sterns, sondern die Erscheinung des Heilandes der Welt, sichtbar geworden in einem kleinen Baby. Öffentlich für alle Welt.“
In diesem Kind zeigt sich Gott selbst den Menschen, verletzlich und schutzbedürftig. Ein Mensch unter Menschen. Und dieses Kind wollten alle sehen. Deshalb sind auch die Könige gekommen.
Und es ist ein guter Brauch, dass viele kleine Könige jetzt unterwegs sind, von diesem Kind erzählen und in seinem Namen für Spenden werben. So erscheint die Liebe Gottes bei den Menschen, die Ihn am dringendsten brauchen.
Ihr Pfarrer Christoph Victor |
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