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Andacht: Vertrauen wagen
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Vertrauen wagen
Mit unseren Konfirmanden haben wir das oft gemacht. Vertrauensspiele. Es geht darum das Vertrauen, das in einer Gruppe wächst, auch richtig einmal körperlich zu wagen.
Eines dieser Spiele ist schnell erklärt. Man stellt sich in Zweiergruppen zusammen, einem werden die Augen verbunden und der wird dann von dem sehenden Partner geführt. Meistens über eine Wegstrecke mit Hindernissen. Wenn überhaupt dürfen höchstens die Fingerspitzen zum Führen genutzt werden. Wenn alles gut läuft, hat man am Ende ein ausgesprochen gutes Gefühl. Wenn alles gut läuft….
Ich habe bei einer solchen Übung mal eine ganz unangenehme Erfahrung gemacht. Ein Mädchen hatte Angst sich die Augen verbinden zu lassen. Natürlich haben wir alle sie zu überreden versucht, doch mitzumachen. Das hat sie dann auch getan und ist bei ihrem Spaziergang an einen Pfeiler gestoßen. Zum Glück ist nichts weiter passiert außer einer kleinen Beule. Und als sie am Abend lachend von diesem Missgeschick erzählte, ging es mir auch wieder besser.
Gelernt habe ich einiges daraus. Zum Beispiel, dass es gar nicht so einfach ist mit dem Vertrauen. Und, dass man auch schnell mal anstößt. Ganz sicher aber ist, egal, was passiert ich bin nicht allein. Denn Gott ist da – einer der tröstet, wenn es nicht gut läuft.
Ihr Pfarrer Christoph Victor |
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