Andacht: Wer andern eine Grube ... 

 


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Wer andern eine Grube gräbt…

 

Wer andern eine Grube gräbt - sie kennen diese alte Weisheit.

Ich habe neulich daran gedacht, als ich folgende Geschichte hörte:

 

Jemand beschwert sich bei seinem Nachbarn, dass dessen Obstbaum so stark über den Gartenzaun wächst, dass die Früchte auf seinen neuen Carport fallen.

Da der Nachbar darüber nur lächelt, beschwert sich der scheinbar Geschädigte beim Ordnungsamt. Es kommt zum Ortstermin und dabei wird festgestellt, dass der Carport in seiner Grundfläche zu groß ist und der Nachbar und das Amt um Genehmigung gebeten werden müssten.

 

Dumm gelaufen! Wer andern eine Grube gräbt…

Wie wird diese Geschichte wohl ausgehen? Ich weiß es nicht.

 

Schön wäre es, wenn der Beamte auf seine Formulare verzichten würde, weil die Nachbarn sich einigen.

 

Schön wäre es, wenn der Obstbaumbesitzer, zum Kaffee einlädt und dazu Obstkuchen serviert.

 

Schön wäre es, wenn beide Nachbarn die Äste so beschneiden, dass das neue Dach nicht beschädigt wird.

 

Schön wäre….

Die Bibel rät nicht die Grube für den anderen zu graben, sondern miteinander zu reden. So kann man zum Beispiel lesen: „Mildert nicht der Tau den Glutwind? So ist das gute Wort noch besser als die Gabe?”

 

                                                Ihr Pfarrer Christoph Victor

 
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Stand: 18. Mai 2011,