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Andacht: Wo gehobelt wird ...
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Wo gehobelt wird, fallen Späne
Wir kommen vertraut ins Gespräch und irgendwann erzählen die Besuchten Geschichten, die sich eingeprägt haben. Aus der Schule. Wo es sie unschuldig erwischt hat. Manchmal ist das fast ein halbes Jahrhundert her. Sie wissen nicht mehr viel über die Schulzeit, aber das hat sich tief in die Erinnerung eingebrannt. .
Zum Beispiel: Der wütende Lehrer, der auf der Tafel eine schlechte Karikatur sieht und den ersten Besten greift: „Na, mein Freund, sofort vorkommen, gibst du es zu? Nein? Egal, ich bin mir sicher, du warst es“, und Patsch, knallt der Zeigestock auf die Finger des Verdächtigen. Wo gehobelt wird, fallen Späne, da erwischt’s halt auch mal einen Unschuldigen.
Wo gehobelt wird, fallen Späne - ob der Lehrer damals geglaubt hätte, dass diese Schläge das einzige sein werden, an das sich dieser Schüler noch nach Jahrzehnten erinnern wird? Umgedreht sehen wir’s in der Werbung, die Lehrerin fragt, wer hat das Bild auf die Tafel gemalt? Und zögerlich nur, melden sich erst eine, dann zwei, dann die ganze Klasse - wunderbar.
Das prägt sich ein. Da steht erst die kleine Ines auf, dann der dicke Max, zum Schluss sogar die, die ich sonst nicht so toll finde. Und obwohl das nicht immer so klappt: Es ist gut, dass wir einen haben der immer zu uns steht – der mit uns aufsteht, wenn es knapp wird:
Unsre Seele harrt auf den HERRN; er ist uns Hilfe und Schild. Psalm 33,20
Ihr Pfarrer Christoph Victor |
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